Darf Ihr Pferd sich sein Lieblingsgebiss selbst aussuchen?

Mit Gebissen ist es wie mit Schuhen - nur wenn das Fußbett den Druck des Körpergewichts gleichmäßig auf die Fußsohle verteilt, laufen wir darin bequem und gerne. Genauso überträgt das Gebissmundstück die auf die Zügel angewandte Kraft als Druck auf die Zunge. Wenn die Kontaktfläche nicht genau passt, ist das für das Pferd wie ein Stein im Schuh! Eine vertrauensvolle Anlehnung, die Grundlage korrekten und pferdeschonenden Reitens, ist nicht möglich.

Wie findet man nun das passende Gebiss für sein Pferd?

Das ist auch so ziemlich wie beim Schuhe kaufen:

1. die Weite bestimmen - klingt einfach, ist es aber wohl nicht. Die Mehrzahl der uns vorgestellten Pferde hat ein zu enges (seltener zu weites) Gebiss. Eine Anleitung gibt es hier, bitte unbedingt das eigene Gebiss nachmessen, die Angaben auf den Verpackungen anderer Hersteller stimmen häufig nicht.

2. die optimale ("bequemste") Mundstücksform aussuchen - die Kontaktfläche zwischen Gebiss und Zunge bestimmt zu mindestens 80% die Wirkung des Gebisses!  Die Ringform spielt eine untergeordnete Rolle und kann als "Feintuning" zum Schluss variiert werden.

Die Wirkung der verschiedenen Mundstücke und Ringvarianten ist unter Gebissmodelle beschrieben - aber jedes Pferd zeigt individuelle Reaktionen und Vorlieben, deshalb sollte es sich sein Lieblingsgebiss selbst aussuchen dürfen! Sie probieren Ihre Schuhe doch auch persönlich an, bevor Sie sich entscheiden?

Kennen Sie jemanden, bei dem Sie sich infrage kommende Modelle zum Testen ausleihen können? Dann finden Sie auf der Liste der Gebiss-Ausstatter mögliche Bezugsquellen.

Sonst finden Sie unter Beratung + Testen sicher eine Möglichkeit, die für Sie und Ihr Pferd geeignet ist. Oder Sie schreiben uns eine Email, gemeinsam finden wir eine Lösung!

Sie möchten sich zum Gebiss-Berater qualifizieren? Hier steht wie's geht!